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Welcher Biertyp bist Du? Biersorten in Deutschland

Bier ist das beliebteste Getränk Deutschlands aber kennen Sie die Welt des Biers? Dieser Artikel lässt Sie zu einem Bierexperten werden.

Die Wiesn, weltweit bekannt als das Oktoberfest, ist das weltweit größte Volksfest. Von Ende September bis Anfang Oktober besuchen innerhalb von ungefähr zwei Wochen über 6 Millionen Menschen aus der ganzen Welt das Oktoberfest. Das Fest wird seit 1810 jährlich auf der Theresienwiese in München veranstaltet – bis auf dieses Jahr. Aufgrund der Coronakrise fällt dieses Jahr auch diese Riesenveranstaltung aus. Wir nutzen aber diese Zeit und setzen uns mit dem Thema Bier auseinander, damit Sie – hoffentlich – nächstes Jahr selbstsicher als Bierexperte einen Auftritt machen können. In diesem Artikel analysieren wir die Biersorten, die aus Deutschland kommen.

Bevor wir starten…

Wir wollen Sie erst über ein paar allgemeinen Definitionen aufklären.

Obergärig: Hier geht es um die Fermentationsart, genauer gesagt, welche Hefe benutzt wird. Die meisten in der Natur vorkommenden Hefen sind obergärig und sie vermehren sich am liebsten bei warmen Temperaturen – also zwischen 15 bis 20 Grad Celsius. Wenn sie sich vermehren, dann halten Sie zusammen und steigen an die Oberfläche. Obergärige Biere sind gemeinhin als aromatischer zu bezeichnen als untergärige Biere.

Untergärig: Die untergärigen Hefen finden es zwischen 4 und maximal 9 Grad optimal. Im Gegenteil zu der obergärigen Hefe, sinkt die untergärige Hefe auf den Boden des Gärgefäßes. In der Regel benötigt das untergärige Brauen eine längere Gär- und Lagerzeit

Stammwürze: Das ist der Anteil, der aus dem Malz im Brauwasser gelösten Inhaltsstoffe in der Bierwürze vor der Vergärung.

Vollbier: Das ist die Bezeichnung für alle Biersorten mit einer Stammwürze von 11 bis 16%.

 

Wie Sie es bezeichnen wollen: Bierstile, Biersorten, Biertypen, Biergattungen…

  • Altbier

Altbier ist ein traditionelles obergäriges Bier. Es gibt das Altbier seit dem 13. Jahrhundert und verbreitete sich von Westfalen bis nach Sachsen-Anhalt. Der Name kommt aber nicht daher, weil es seit mehreren Jahren existiert, sondern nach der alten Brauart, nach der es hergestellt wird. Dadurch, dass der Röstungsprozess lange dauert, ist das Altbier besonders dunkel. Die Farbe ist rotbraun, geschmacklich ist es eher herb und nussig-malzig. Es hat eine leicht fruchtige und bittere Note, die aus der Hefe und Hopfen kommen. Es hat ein Alkoholinhalt zwischen 4-5%.

  • Berliner Weiße

Wie Napoleon Berliner Weiße beschreibt: Der Champagner des Nordens. Das Bier ist erfrischend und leicht und das macht das Bier perfekt für den Sommer. Es schmeckt säuerlich, weil auf die alkoholische Gärung aus Gersten- und Weizenmalz eine zweite Milchsäuregärung folgt. Dieses obergärige Bier kommt aus der Hauptstadt Berlin. Es besitzt einen Alkoholgehalt von 2,8% und sein Alkoholanteil wird gern durch Kümmel-Schnaps, Waldmeister oder Himbeer-Sirup erhöht.

  • Bockbier

Bockbier ist mittlerweile ein Begriff für Starkbiere und in seiner der klassischen Form gehört es auch zu der dunklen Biersorten. Es hat eine Stammwürze von 16%. Geschmacklich ist es stark, malzbetont uns aromatisch. Bockbier hat einen Alkoholgehalt von 6-7%. Meistens wird es herstellt mit der untergärigen Hefe und wird eher in Wintermonaten konsumiert.

  • Export

Exportbier ist ein untergäriges Vollbier und kommt in den Varianten Pils, Helles, Weizen oder Alt vor, deshalb kann es hell oder dunkel sein. Exportbiere sind starke Biere. Sie entstehen aus einer Stammwürze von 12 bis 14% und haben einem Alkoholgehalt von ca. 5%. Ursprünglich wurde das Exportbier für den Export gebraut, deshalb ist es lange haltbar. Konsumiert wird es das ganze Jahr.

  • Gose

Gose ist verwandt mit der Berliner Weiße aber kommt ursprünglich aus Sachsen und Thüringen. Damals wurde es mit dem mineralhaltigen Wasser aus dem Fluss Gose gebraut, deshalb verfügt es neben seinen hefigen und säuerlichen Geschmack auch eine salzige Note. Heute wird es obergärig in Leipzig mit extra Salz und Koriander gebraut, um das spezielle Geschmack zu erreichen. Ähnlich wie der Berliner Weiße wird es oft im Sommer mit Likör oder Sirup getrunken.

  • Helles

Helles ist ein untergäriges Bier mit einer Stammwürze von 11–13% und einem Alkoholgehalt von 4,5–6%. Es ist die südliche Äquivalente des norddeutschen Pilsners. Die Farbe ist hell und das Geschmack ist malzig, wenig bitter, fein-würzig und sehr süffig. Helles wird auch gerne in Österreich getrunken.

  • Kölsch

Kölsch ist ein geschützter Begriff, der nur für Biere aus der Stadt Köln verwendet werden kann. Das Bier wird obergärig mit Gerstenmalz, Hopfen und Wasser gebraut. Es hat ein leicht säuerlichen Geschmack. Alkoholgehalt von Kölsch ist 4,8%. Das Bier ist ein Vollbier und wird in besonderen Kölschgläsern ausgeschenkt, die schlank und zylindrisch sind.

  • Lagerbier

Lagerbier sorgt für Definitionsschwierigkeiten. Ursprünglich beschrieb Lager, für das Bier, das mehrere Monate gelagert wurde. Heute versteht man unter dem Begriff verschiedene Biersorten, die untergärig produziert werden und eine geringe Stammwürze (unter 12,5%) haben. Solange, dass es kein Pils ist, gilt ein untergäriges Bier als Lager.

  • Märzen

Märzen ist ein Vollbier, deshalb hat es eine hohe Stammwürze und einen hohen Alkoholgehalt. Es wurde traditionell im Frühling gebraut und im Sommer getrunken. Der Geschmack des Märzens ist leicht malzbetont. Früher war das Bier auf dem Oktoberfest das Märzenbier. Das im März gebraute Bier war am längsten haltbar, deshalb wurde es zuletzt verbraucht – also Anfang Herbst. Heute ist das auf dem Oktoberfest ausgeschenkte Bier heller, und wird etwas süßer und malziger als Helles wahrgenommen.

  • Pils

Pils ist das meist gebraute und getrunkene Bier weltweit. Es ist ein untergäriges und starkes Bier mit heller Farbe. Pils hat einen erhöhten Hopfengehalt, deshalb verfügt eine starke Hopfennote. Obwohl das Pils bekannt ist als ein deutsches Bier, stammt es ursprünglich aus der tschechischen Stadt Pilsen. Daher kommt auch der Name Pilsner.

  • Schwarzbier

Schwarzbier ist meistens untergärig herstellt und ist ein dunkles Vollbier. Es stammt aus Sachsen, Thüringen und Brandenburg. Die schwarze Farbe kommt durch die Verwendung von besonders dunklem Malz, ist somit ein malzbetontes, recht vollmundiges Vollbier mit einer hopfenbitteren Geschmacksnote.

  • Weißbier

Das Weißbier auch bekannt als Weizen oder Weizenbier ist ein obergäriges Vollbier. Es wird mit Weizenmalz gebraut und hat einen Alkoholgehalt von 5-6%. Je nachdem, ob das Weizen filtriert wird, wird die trübe Variante Hefeweizen und die klare Variante Kristallweizen genannt. Das trübe Hefeweizen schmeckt aromatischer und süffiger im Vergleich zu dem klaren Kristallweizen, das einen spritzigen und leichteren Geschmack hat.

  • Zwickel

Zwickel ist ein spezielles deutsches Bier, das direkt nach dem Nachgärungsprozess getrunken wird. Ursprünglich ist es helles, untergärig gebrautes Bier, das nicht filtriert wird. Aus diesem Grund beinhaltet das Bier Aminosäuren und Vitamine, dadurch hat es den Ruf als gesundes Bier. Der Geschmack ist süß und fruchtig. Es hat einer Stammwürze von 11-15% mit einem Alkoholgehalt von 4-5%.

2020-10-01

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